Temp 1: Paris

Mein erstes temporäres Atelier führte mich nach Paris. In der pulsierenden Kunstmetropole wollte ich nach Inspiration suchen und die Stimmungen in kleinen Aquarellen auf dem Hotelzimmer festhalten. Für Schwarz-Weiss-Aufnahmen hatte ich  diverse Camera Obscura-Dosen im Gepäck, auch die Diana-Lomo war dabei.

Schnell stellte sich heraus, dass es fast unmöglich ist, in einem relativ kurzen Zeitraum in einer Stadt wie Paris sein temporäres Atelier aufzuschlagen. Die Stadt erschlägt einen schier in ihrem Überangebot an Ausstellungen, Galerien usw. Lange Wege führten mich durch die Stadt, ich sog die Atmosphäre durchaus in mich auf – aber um diese dann wahrscheinlich eher im heimischen Atelier in neue Werke einfließen zu lassen.

Im Minihotelzimmer startete ich immerhin einen halbherzigen Versuch, ein kleines Aquarell zu malen – stark beeinflusst von Kupka, jedoch ebenso stark unterlegen…

Nach vielen Ausstellungsbesuchen (Kupka, Delacroix, El Lissitzky und Malewitsch, Centre Pompidou, Institute du Monde Arabe und Art Fair Paris im Grand Palais) fand ich in der Lomografie das geeignete Medium, die vielschichtigen Wahrnehmungsebenen in Mehrfachbelichtungen festzuhalten.

Die einzigen zwei Camera-Obscura-Abzüge zeigen – wenn auch im Pocketformat – die düster-schönen Seiten der Reise.

 

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